Das erwartet euch
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Glühwein ist das ikonische Weihnachtsmarktgetränk und verbindet Tradition, Genuss und winterliche Gemütlichkeit.
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Die Ursprünge liegen in gewürzten Weinen der Antike und im mittelalterlichen „Hypocras“; das erste moderne Glühweinrezept stammt aus dem 19. Jahrhundert.
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Guter Glühwein basiert auf hochwertigem Rotwein sowie klassischen Gewürzen wie Zimt, Nelke, Sternanis und Orange – wichtig: niemals kochen.
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Die Intensität hängt von der Ziehzeit ab; für besonders aromatischen Glühwein empfiehlt sich stundenlanges Ziehen bei niedriger Temperatur.
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Glühwein kann man einfach selbst zubereiten oder fertig kaufen – beides hat Vorteile; dazu gibt es ein klassisches Sonnenpark-Rezept.
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Varianten wie weißer Glühwein, Glühwein mit Schuss (z. B. Amaretto oder Rum) sowie moderne Ergänzungen wie Cranberries oder Vanille bringen Abwechslung.
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Glühwein steht für Gemeinschaft und Familienzeit; für Kinder eignet sich Apfelpunsch als alkoholfreie Alternative und rundet winterliche Genussmomente ab.
Wenn man die Frage stellt, was bei keinem Weihnachtsmarkt der Welt fehlen darf, bekommt man ziemlich sicher eine Antwort als erstes: Glühwein. Das beliebteste alkoholische Heißgetränk überhaupt steht für vorweihnachtliche Gemütlichkeit par excellence. Beim Vorbeischlendern riecht jedes Hüttchen nach Zimt, Nelke und Rotwein, so wie es sich gehört.
Doch Glühwein ist viel mehr als gewürzter, erhitzter Wein – er ist Tradition, Genussmoment, winterliche Wärmequelle und ein Stück Kultur. In diesem Beitrag erfahrt ihr, warum Glühwein so beliebt ist, welche Varianten es gibt, wie ihr ihn ganz leicht selbst machen könnt und worauf ihr dabei achten solltet.
Woher kommt Glühwein eigentlich?
Schon in der Antike wurde Wein mit Gewürzen und Honig verfeinert – allerdings eher aus medizinischen Gründen als aus Genuss. Im Mittelalter war Würzwein als „Hypocras“ bekannt und galt als Getränk für Wohlhabende. Doch der bekannte Weihnachtsklassiker, wurde erst viel später populär.
Das vermutlich älteste Glühweinrezept stammt nämlich vom Raugraf von Wackerbarth. Er veröffentlichte 1834 das doch sehr gewürzlastige Papier geht von Weißwein als Basis aus und gibt auf ca. 1 Liter Wein ganze 140g Gewürze (Zimt, Ingwer, Anis, Galgant usw.) an. Heutzutage würde so ein Getränk eher als ungenießbar gelten! Allerdings waren die Weine zu dieser Zeit wohl so geschmacksarm, dass diese schiere Masse an Gewürzen wohl ganz recht kam.
Dass sich aber ein anderes Rezept final durchgesetzt hat, ist kein Wunder! Der erste originale, frei verkäufliche Glühwein stammt nämlich von Rudolf Kunzmann, der in seiner Ein-Mann Weinkellerei in Augsburg als erster die gewohnte Kombination aus Rotwein, Zucker und Gewürzen zubereitet hat. Fertig abgefüllt und wunderbare abgestimmt im Geschmack bildete sein Rezept die Basis für den heute gewohnten Glühwein.
Was guten Glühwein ausmacht
Egal nach welchem Rezept man vorgeht, die Basis für einen guten Glühwein ist immer gleich: Ein qualitativ hochwertiger Rotwein. Damit meinen wir keinen Sangria aus dem Tetrapack, aber auch keinen Château Latour aus den frühen 2000ern. Wichtig ist eine ausgewogene Fruchtigkeit, nicht zu trocken und sanfte Tannine. So kann der Rotwein die Gewürze gut aufnehmen und bildet ein harmonisches Geschmackserlebnis. Wir empfehlen euch einen Spätburgunder oder Merlot. Diese Weine haben eine schöne dunkle Farbe, sind fruchtig und vollmundig zugleich. Hervorragend für euer Vorhaben!
Dazu kommen die Klassischen Zutaten wie Zimt, Nelke, Sternanis, Orangen, Kardamom, Vanille und Co. Sie verleihen dem Glühwein sein typisches, weihnachtliches Aroma und sorgen für ein wohliges Gefühl in der Nase und im Bauch. Abgerundet wird das Ganze mit Zucker oder Honig, ganz nach Geschmack.
Ganz besonders wichtig ist und bleibt, dass der Glühwein nicht kochen darf! Bei über 78 °C verdampft der Alkohol und der Geschmack leidet. Nach längerer Kochzeit bilden sich sogar ungesunde Stoffe. Deshalb gebt immer gut acht und bleibt am Herd stehen.
Die Intensität des Geschmacks steht und fällt aber nicht nur mit der Temperatur, sondern auch mit der Dauer der Zubereitung. Die Zutaten sind schnell im Topf, doch der Zauber entfaltet sich erst so richtig nach geraumer Zeit. Für den schnellen Genuss reicht ein erwärmen über 30 Minuten. Doch für einen wirklich kräftigen und aromatischen Glühwein empfehlen wir das Ziehen lassen über mehrere Stunden. Wir hörten sogar mal von einem Rezept, welches über mehrere Tage gezogen wurde.
Wenn ihr also die Zeit habt, lasst euren Glühwein ruhig ein paar Stunden bei leichter Temperatur ziehen und kippt lieber noch etwas frischen Wein nach, sollte schon einige Flüssigkeit verdunstet sein. Glaubt uns, das lohnt sich!
Glühwein selber machen – oder kaufen?
Beides hat seinen Charme.
Selbstgemacht:
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Ihr bestimmt den Wein
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Süße und Gewürze nach eurem Geschmack
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Keine Zusatzstoffe
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Ideal für Familienfeste und kleine Runden
Fertig gekauft:
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Perfekt, wenn es schnell gehen muss
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Große Auswahl an roten, weißen, roséfarbenen oder fruchtigen Sorten
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Gute Qualität bei vielen regionalen Winzern erhältlich
Rezept für Sonnenpark-Glühwein
Für ca. 4 Tassen haben wir euch hier unser klassisches Sonnenpark-Rezept vorbereitet, welches ihr ganz einfach nachmachen könnt.
Zutaten:
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1 Liter guten Rotwein (z. B. Spätburgunder oder Merlot)
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1 Bio-Orange (in Scheiben)
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2–3 Zimtstangen
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4 Nelken
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1 Sternanis
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3 EL Zucker, Honig oder Agavendicksaft
Zubereitung:
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Rotwein in einen Topf geben und langsam erhitzen.
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Gewürze und Orangenscheiben hinzufügen.
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Auf kleiner Stufe mind. 20–30 Minuten ziehen lassen (eher mehrere Stunden wenn möglich und zwischendurch Rotwein nachschütten) – nicht kochen!
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Nach Geschmack süßen und heiß servieren.
Ein einfaches Rezept – aber ein Garant für winterlichen Genuss.
Weißer Glühwein als Alternative
Immer beliebter wurde jüngst die weiße Variante des Glühweins. Etwas leichter und fruchtiger im Geschmack eröffnen sich mit weißem Glühwein ganz neue Möglichkeiten. Diese gelungene Alternative ist von der Zubereitungsart her aber genau so simpel, wie sein rotes Pendant.
Wir empfehlen euch hier keine stundenlange Ziehzeit, sondern wirklich eher 30 Minuten. Als Basis wählt ihr einen hochwertigen Weißwein, fruchtig, würzig und jung. Feinherbe Varianten wie Riesling, Chardonnay oder Müller-Thurgau eignen sich hier prächtig.
Was die Gewürze angeht, so könnt ihr euch klassisch halten oder mit Vanille, Ingwer und Zitrone experimentieren. Diese Aromen passen wunderbar zu weißem Glühwein und geben einen besonderen Geschmack.
Glühwein verfeinern – mit und ohne Schuss
Der offensichtlichste Twist für einen guten Glühwein ist der Schuss. Oft scheint es fast egal welche Art Alkohol verwendet wird, Hauptsache ein Schlückchen kommt mit hinein. Wir sind da dann doch etwas wählerischer und verwenden am liebsten die Klassiker Amaretto und Rum. Während der Amaretto eine herrlich süß-nussige Note besitzt, lässt der Rum den Glühwein etwas herber und intensiver schmecken.
Doch nicht nur mit Alkohol lässt sich der Winterklassiker verfeinern! Viele weiter kleine Zutaten geben einen herrlich modernen Geschmack. Frische Cranberries zum Beispiel kehren die fruchtigen Noten des Glühweins wunderbar heraus, während Vanillezucker oder auch eine Vailleschote für einen edlen Aroma-Akzent sorgt. Für einen würzigen Geschmack gebt einen Rosmarinzwei mit in euer Rezept, aber seid vorsichtig mit der Dosierung, sonst kann der Geschmack schnell kippen.
Für was auch immer ihr euch entscheidet, der Glühwein wird sicher zu einem wahren Highlight! Gerade wenn ihr ein paar leckere Weihnachtsplätzchen dazu serviert.
Kinderfreundliche Alternative Apfelpunsch
Für Kids oder alle die auf Alkohol verzichten möchten, gibt es neben dem klassischen Kinderpunsch auch besonders leckeren Apfelpunsch. Er duftet ebenso herrlich nach Weihnachten und wärmt kleine und große Bäuche im Nu auf. Außerdem werden für Apfelpunsch die gleichen Gewürze wie für Glühwein verwendet. Der Extra-Weg zum Einkaufen entfällt also und es genügt, einfach einen zweiten Topf aufzustellen.
Warum Glühwein ein Familien- und Freundschaftsgetränk ist
Glühwein ist in unzähligen Regionen ein Symbol der Gemeinschaft. Er verbindet, wärmt und schafft Nähe – egal ob beim Treffen mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt oder beim gemeinsamen Adventsbacken zu Hause.
Auch Familien können die Tradition liebevoll integrieren:
Während die Erwachsenen Glühwein genießen, freuen sich die Kinder über duftenden Kinderpunsch. So wird der Winterabend für alle zum Erlebnis.
Fazit: Glühwein gehört einfach zur Winterzeit
Es gibt Aromen, die sofort Winterstimmung erzeugen – und Glühwein ist eines davon. Mit seinem würzigen Duft, seiner Wärme und seiner Tradition ist er ein fester Bestandteil der Adventszeit.
Ob klassisch, fruchtig oder modern interpretiert:
Glühwein ist ein Genussmoment, der Menschen zusammenbringt und kalte Tage ein Stück gemütlicher macht.
Weitere Rezepte und Tipps für die Weihnachtszeit findet ihr in den Kategorien Genuss und Weihnachten hier auf unserem Blog.
Seit 2014 ist Tobi ein Teil des Familotel Sonnenpark, wo er heute als Social Media Manager tätig ist. Seine Leidenschaft für digitale Trends und innovative Projekte spiegeln sich in seiner Arbeit unter anderem in dem Sonnenpark Blog und der App wider.
In seiner Freizeit begeistert er sich für Technik, Fotografie und alles rund um Kaffee.